Kündigungs 1x1 im Arbeitsrecht

Auf diesen Seiten erläutert Ihnen meine Kanzlei Antje Nix, LL.M. in Berlin die verschiedenen Kündigungsarten im Arbeitsverhältnis.

Um sich wirksam gegen eine ausgesprochene Kündigung wehren zu können, ist zunächst die Qualifizierung jeder Kündigung des Arbeitsvertrages erforderlich. Je nach Art des gekündigten Arbeitsverhältnisses müssen unterschiedliche Voraussetzungen geprüft werden.

Ordentliche Kündigung:

Wird das Arbeitsverhältnis, welches auf unbestimmte Zeit begründet worden ist, erst mit Ablauf einer bestimmten Frist (sog. Kündigungsfrist) beendet, spricht man von einer ordentlichen Kündigung.

Personenbedingte Kündigung:

Besitzt der Arbeitnehmer nicht (mehr) die erforderliche Eignung oder Fähigkeit, die geschuldete Arbeitsleistung zu erbringen, kann dem Arbeitgeber die Möglichkeit eröffnet werden, das Arbeitsverhältnis aufzulösen, § 1 Abs.2 Satz 1 KSchG. Die Erreichung des Vertragszwecks muss infolge dieses Mangels im Zeitpunkt des Zugangs der Kündigung und nicht nur vorübergehend zumindest teilweise unmöglich sein.

Verhaltensbedingte Kündigung:

Hat der Arbeitnehmer sich vertragswidrig verhalten, kann der Arbeitgeber diesem kündigen, soweit dem Arbeitnehmer vorgeworfen werden kann, dass er sich anders hätte verhalten können.

Änderungskündigung:

Eine Änderungskündigung liegt vor, wenn der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer kündigt und im Zusammenhang mit der Kündigung die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses zu geänderten Arbeitsbedingungen anbietet.

Außerordentliche Kündigung:

Zwingende Voraussetzungen für eine wirksame außerordentliche Kündigung sind, dass ein bestimmter Sachverhalt an sich geeignet ist, einen wichtigen Kündigungsgrund abzugeben. Sodann muss unter Beachtung der konkreten Umstände des Einzelfalls sowie unter Abwägung der beidseitigen Interessen die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses jedenfalls bis zum Ablauf der Kündigungsfrist oder dem Vertragsende einem Vertragsteil unzumutbar sein.